Informationen für Betroffene und Angehörige
 

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05. Juli 2017
Diagnose Hautkrebs – Für Betroffene und Angehörige ein Schock. Anne Wispler und Annegret Meyer berichten von ihren persönlichen Erfahrungen.
  
12. April 2017
In einem zertifizierten Hauttumorzentrum müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein, wie z. B. die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.
  
11. April 2017
Die Therapie des malignen Melanoms sieht in der Regel das operative Entfernen des Tumorgewebes mit ausreichendem Sicherheitsabstand vor.
  
11. April 2017
Menschen mit Muttermalen sollten sich regelmäßig selbst untersuchen und die Muttermale nach der ABCD-Regel betrachten.
  
11. April 2017
Ab dem 35. Lebensjahr hat man die Möglichkeit, alle zwei Jahre eine Haut-Screening-Untersuchung vornehmen zu lassen.
  
Diagnose Aktinische Keratose

Lange Zeit wurden aktinische Keratosen als vorwiegend kosmetisches Problem wahrgenommen. Heute ist man sich einig, daß es sich um hellen Hautkrebs und eine klinisch relevante Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms handelt, welche in jedem Fall einer Behandlung bedarf. Bei der Diagnose von aktinischen Keratosen ist eine wichtige Information für den Arzt, inwieweit die Betroffenen häufig und über einen längeren Zeitraum der Sonnenstrahlung ausgesetzt waren und sind. Ebenfalls von Bedeutung ist, ob nahe Verwandte des Patienten an hellem Hautkrebs oder aktinischen Keratosen erkrankt sind. Im Verlauf einer Untersuchung prüft der Hautarzt verdächtige Hautstellen mit dem bloßen Auge, dem Auflichtmikroskop und tastet sie ab. Aktinische Keratosen sind an hautfarbenen, rötlich oder rötlich-braunen Hautstellen erkennbar, die zudem rau oder schuppig sind.

Die häufigste Ursache für die Entstehung aktinischer Keratosen ist eine langjährige UV-Belastung der Haut. Deshalb steigt das Risiko an aktinischer Keratose zu erkranken mit zunehmendem Alter. Betroffen sind häufig Menschen mit hellem Hauttyp sowie Personen, die regelmäßig Aktivitäten im Freien nachgehen. Sonnenexponierte Hautflächen zeigen mit zunehmendem Alter Gewebeschäden, die in einem Befall größerer Hautfelder mit aktinischen Keratosen, der sog. Feldkanzerisierung resultieren. UV-Strahlung kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Dabei kommt es zu Mutationen eines bestimmten Gens (p53), welches u.a. die Aufgabe hat, Tumorzellen zu unterdrücken und die Zellteilung zu kontrollieren. Auch die Einnahme immunsuppressiver Medikamente, z.B. bei organtransplantierten Patienten, kann für die Entstehung aktinischer Keratosen verantwortlich sein.

Um aktinischen Keratosen vorzubeugen, sollte man sich vor intensiver und lang anhaltender Sonnenstrahlung schützen. Im Sommer ist es daher ratsam, während der Mittagszeit im Freien alle Hautpartien entweder mit leichter Kleidung zu bedecken oder mit Sonnencreme zu schützten. Besonders gefährdet an aktinischer Keratose zu erkranken sind Personen, die sich berufsbedingt überwiegend im Freien aufhalten wie etwa Landwirte, Bauarbeiter oder Gärtner. In einem Ministerialblatt des Ministeriums für Arbeit und Soziales wurde aktinische Keratose unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt. Abhängig von der Einstufung ist die Dauer der Lebensarbeitszeit im Freien sowie die eindeutige Diagnose fortgeschrittener aktinischer Keratose. Sowohl Berufstätige als auch Rentner können bei einer gesicherten Diagnose eine Entschädigung beantragen.