Informationen für Betroffene und Angehörige
 
Aktinische Keratose

Fragen & Antworten

 

1.      Was ist aktinische Keratose?

Eine aktinische Keratose ist nicht nur eine kosmetisch unschöne Hautveränderung. Unbehandelt geht diese Form von hellem Hautkrebs häufig in den invasiven Stachelzellkrebs über. Diese Krebsart ist in der Lage in die tieferen Hautschichten einzudringen und über den Blutkreislauf Absiedlungen (Metastasen) im Körper zu verteilen.

 

2.     Was ist die Hauptursache für die Entstehung einer aktinischen Keratose?

Ultraviolette (UV) Strahlung ist die Hauptursache für Hautkrebs im Allgemeinen. Auch eine vorzeitige Hautalterung wird hierdurch begünstigt. Dies gilt sowohl für die UV-Strahlen des natürlichen Sonnenlichts als auch künstliche Lichtquellen, wie sie z.B. in Sonnenstudios Anwendung finden.

Nicht nur heller Hautkrebs, zu dem die aktinische Keratose, das Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs) und das Basalzellkarzinom zählen, sondern auch das Melanom, welches auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet wird sind Folgen einer langjährigen UV-Belastung der Haut.

 

3.     Wieviele Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an hellem Hautkrebs?

Laut einer Studie der Europäischen Initiative zur Prävention von Hautkrebserkrankungen („EPIDERM“) sind jählich 250.000 Neuerkrankungen an hellem Hautkrebs allein in Deutschland  zu verzeichnen.

 

4.     Wie häufig geht eine aktinische Keratose in Stachelzellkrebs über?

Eine unbehandelte aktinische Keratose geht mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % pro Jahr in ein invasives Plattenepithelkarzinom über.

 

5.      Wer stellt eine aktinische Keratose fest?

Auch wenn die Betroffenen selbst in der Lage sind die sichtbaren Hautveränderungen einer aktinischen Keratose zu erkennen, muss dennoch eine sichere Diagnose gestellt werden. Dies sollte ein Hautfacharzt (Dermatologe) übernehmen, welcher auch die Beratung und anschließende Behandlung durchführt.

 

6.     Sollte eine aktinische Keratose behandelt werden?

Ja, weil es sich um eine chronische Erkrankung handelt und man so einer agressiveren Form von hellem Hautkrebs, dem Plattenepithelkarzinom vorbeugt.

 

7.      Welches Risiko birgt eine unbehandelte aktinische Keratose?

Eine unbehandelte aktinische Keratose ist zunächst ein optisches Problem, was durch schuppende, rötliche, raue Stellen im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut sichtbar und ggf. durch Juckreiz auch spürbar wird. Allerdings kann daraus gefährlicher Stachelzellkrebs (Plattenepithelkarzinom) entstehen, weshalb eine frühe Behandlung sinnvoll ist.

 

8.     Welche der aufgeführten Behandlungsmethoden der aktinischen Keratose kennen Sie?

Sollten Sie diese gängigen Behandlungsmethoden der aktinischen Keratosen nicht kennen oder sich genauer informieren wollen, finden Sie in der Rubrik „Therapien“ weiterführende Informationen.

 

9.     Welche der aufgeführten Behandlungsmethoden sind die Wirksamsten?

Laut der Leitlinie für aktinische Keratosen, sind alle aufgeführten Therapien der aktinischen Keratose mögliche Behandlungsoptionen. Zwei unabhängig  voneinander durchgeführte, sog. Metaanalysen der zugelassenen Behandlungen bei aktinischen Keratosen kommen zu dem Schluss, daß unter den ersten drei der wirksamsten Therapiemöglichkeiten die photodynamische Therapie, 5-Fluorouracil und Imiquimod sind (siehe auch „Therapien“).

 

10. Sollte ein größeres Hautareal behandelt werden und nicht nur die sichtbar befallenen Hautpartien?

Ja, weil sich häufig unter der Hautoberfläche noch weitere aktinische Keratosen befinden. Diese sog. subklinischen Läsionen können durch eine großflächige Behandlung ebenfalls erreicht werden.

 

 

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Therapie Aktinische Keratose

Die Behandlung einzelner aktinischer Keratosen ist wegen des häufigen Flächenbefalls (Feldkanzerisierung) keine nachhaltige Therapieoption. Auch wenn auf der Hautoberfläche nur eine befallene Stelle erkennbar ist, ist eine einzelne aktinische Keratose eher die Ausnahme. Oft handelt es sich bei den sichtbaren Läsionen nur um „die Spitze des Eisbergs“. Für das Auge zunächst unsichtbar, liegen weitere aktinische Keratosen unter der Hautoberfläche (subklinische Läsionen), welche man aber durch eine großflächige Behandlung sichtbar machen und auch therapieren kann. Eine Methode der sog. „Demaskierung“ (Aufdecken) subklinischer aktinischer Keratosen ist die photodynamische Diagnostik (PDD), welche das gesamte Ausmaß der Erkrankung sichtbar macht. Studien belegen, dass die wirksamsten Behandlungen aktinischer Keratosen die photodynamische Therapie, 5- Fluoroucacil und Imiquimod sind.

Die häufigste Ursache für die Entstehung aktinischer Keratosen ist eine langjährige UV-Belastung der Haut. Deshalb steigt das Risiko an aktinischer Keratose zu erkranken mit zunehmendem Alter. Betroffen sind häufig Menschen mit hellem Hauttyp sowie Personen, die regelmäßig Aktivitäten im Freien nachgehen. Sonnenexponierte Hautflächen zeigen mit zunehmendem Alter Gewebeschäden, die in einem Befall größerer Hautfelder mit aktinischen Keratosen, der sog. Feldkanzerisierung resultieren. UV-Strahlung kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Dabei kommt es zu Mutationen eines bestimmten Gens (p53), welches u.a. die Aufgabe hat, Tumorzellen zu unterdrücken und die Zellteilung zu kontrollieren. Auch die Einnahme immunsuppressiver Medikamente, z.B. bei organtransplantierten Patienten, kann für die Entstehung aktinischer Keratosen verantwortlich sein.

Die häufigste Ursache für die Entstehung aktinischer Keratosen ist eine langjährige UV-Belastung der Haut. Deshalb steigt das Risiko an aktinischer Keratose zu erkranken mit zunehmendem Alter. Betroffen sind häufig Menschen mit hellem Hauttyp sowie Personen, die regelmäßig Aktivitäten im Freien nachgehen. Sonnenexponierte Hautflächen zeigen mit zunehmendem Alter Gewebeschäden, die in einem Befall größerer Hautfelder mit aktinischen Keratosen, der sog. Feldkanzerisierung resultieren. UV-Strahlung kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Dabei kommt es zu Mutationen eines bestimmten Gens (p53), welches u.a. die Aufgabe hat, Tumorzellen zu unterdrücken und die Zellteilung zu kontrollieren. Auch die Einnahme immunsuppressiver Medikamente, z.B. bei organtransplantierten Patienten, kann für die Entstehung aktinischer Keratosen verantwortlich sein.