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Aktinische Keratose
Was sind aktinische Keratosen?

Aktinische Keratosen (AKs) sind Gewebeveränderungen der Oberhaut (Epidermis) und stellen eine frühe Form des hellen Hautkrebses dar. Erkennbar sind aktinische Keratosen i. d. R. als rötliche, raue, schuppige Hautstellen, vorwiegend im Gesicht und auf der Kopfhaut, die meist tastbar sind und von Juckreiz begleitet sein können. Hauptursache für die Entstehung aktinischer Keratosen ist die Schädigung der Haut durch langjährige Sonnenbelastung (UV-Strahlung), die im Alter automatisch zunimmt. Studien belegen, dass etwa 15 % aller Erwachsenen über 40  Jahre Anzeichen einer aktinischen Keratose aufweisen. Aktinische Keratosen sind gut behandelbar und stellen bei der Wahl einer wirksamen Therapie auch keine nachhaltige Gefahr dar. Eine unbehandelte aktinische Keratose birgt allerdings ein erhöhtes Risiko, in ein invasives Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs) überzugehen.

Um aktinischen Keratosen vorzubeugen, sollte man sich vor intensiver und lang anhaltender Sonnenstrahlung schützen. Im Sommer ist es daher ratsam, während der Mittagszeit im Freien alle Hautpartien entweder mit leichter Kleidung zu bedecken oder mit Sonnencreme zu schützten. Besonders gefährdet an aktinischer Keratose zu erkranken sind Personen, die sich berufsbedingt überwiegend im Freien aufhalten wie etwa Landwirte, Bauarbeiter oder Gärtner. In einem Ministerialblatt des Ministeriums für Arbeit und Soziales wurde aktinische Keratose unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt. Abhängig von der Einstufung ist die Dauer der Lebensarbeitszeit im Freien sowie die eindeutige Diagnose fortgeschrittener aktinischer Keratose. Sowohl Berufstätige als auch Rentner können bei einer gesicherten Diagnose eine Entschädigung beantragen.

Die häufigste Ursache für die Entstehung aktinischer Keratosen ist eine langjährige UV-Belastung der Haut. Deshalb steigt das Risiko an aktinischer Keratose zu erkranken mit zunehmendem Alter. Betroffen sind häufig Menschen mit hellem Hauttyp sowie Personen, die regelmäßig Aktivitäten im Freien nachgehen. Sonnenexponierte Hautflächen zeigen mit zunehmendem Alter Gewebeschäden, die in einem Befall größerer Hautfelder mit aktinischen Keratosen, der sog. Feldkanzerisierung resultieren. UV-Strahlung kann das Erbgut der Hautzellen schädigen. Dabei kommt es zu Mutationen eines bestimmten Gens (p53), welches u.a. die Aufgabe hat, Tumorzellen zu unterdrücken und die Zellteilung zu kontrollieren. Auch die Einnahme immunsuppressiver Medikamente, z.B. bei organtransplantierten Patienten, kann für die Entstehung aktinischer Keratosen verantwortlich sein.

Therapie Aktinische Keratose

Die Behandlung einzelner aktinischer Keratosen ist wegen des häufigen Flächenbefalls (Feldkanzerisierung) keine nachhaltige Therapieoption. Auch wenn auf der Hautoberfläche nur eine befallene Stelle erkennbar ist, ist eine einzelne aktinische Keratose eher die Ausnahme. Oft handelt es sich bei den sichtbaren Läsionen nur um „die Spitze des Eisbergs“. Für das Auge zunächst unsichtbar, liegen weitere aktinische Keratosen unter der Hautoberfläche (subklinische Läsionen), welche man aber durch eine großflächige Behandlung sichtbar machen und auch therapieren kann. Eine Methode der sog. „Demaskierung“ (Aufdecken) subklinischer aktinischer Keratosen ist die photodynamische Diagnostik (PDD), welche das gesamte Ausmaß der Erkrankung sichtbar macht. Studien belegen, dass die wirksamsten Behandlungen aktinischer Keratosen die photodynamische Therapie, 5- Fluoroucacil und Imiquimod sind.

Was sind aktinische Keratosen?

 

Aktinische Keratosen, auch als solare – oder Lichtkeratosen oder aktinische Präkanzerosen bezeichnet, stellen eine frühe Stufe des hellen Hautkrebses dar. Es handelt sich um eine chronische Schädigung der Oberhaut (Epidermis) durch langjährige ultraviolette (UV) Strahlung des Sonnenlichts. Schätzungen zu Folge sind Männer bundesweit mit 15 % häufiger betroffen als Frauen mit 6 %. Der höhere Anteil an Männern, die an aktinischer Keratose erkranken, liegt vermutlich darin begründet, dass Männer häufiger von altersbedingtem Haarverlust betroffen sind und häufiger Berufe im Freien ausüben als Frauen. Im Durchschnitt leiden in Mitteleuropa 15 % aller Erwachsenen über 40 Jahre an einer aktinischen Keratose. Die Anzahl der Neuerkrankungen bei hellem Hautkrebs steigt allein in Deutschland jährlich um 250.000 an.

 

Rötliche, rauhe, schuppende Flecken, welche auch tastbar und ggf. von Juckreiz begleitet sind, kennzeichnen u.a. die von aktinischen Keratosen befallenen Hautareale. Die betroffenen Körperstellen sind vorwiegend der Gesichts -und Kopfbereich, sowie insbesondere bei Männern nicht behaarte Stellen der Kopfhaut. Auch Hände, Arme oder Dekolleté sind häufig betroffen.

 

 

Menschen mit hellem Hauttyp haben ein erhöhtes Risiko an einer aktinischen Keratose zu erkranken, sowie Personen, die aufgrund einer schweren Entzündung oder einer Organtransplantation auf Medikamente angewiesen sind, die das Immunsystem unterdrücken (immunsuppressive Medikamente). Bei organtransplantierten Patienten ist die Möglichkeit an einer aktinischen Keratose zu erkranken etwa 250 Mal so hoch wie bei nichttransplantierten Personen.

 

Das Auftreten einer einzelnen aktinischen Keratose ist eher die Ausnahme, da es sich bei aktinischen Keratosen um eine durch UV Strahlung hervorgerufene Gewebeschädigung exponierter Hautflächen handelt. Oft sind auf der Oberfläche einzelne Läsionen (betroffene Stellen) sichtbar, doch in den meisten Fällen befindet sich unter der Hautoberfläche noch weiteres geschädigtes Gewebe, das durch eine großflächige Behandlung ebenfalls therapiert werden sollte.

 

Das Risiko an invasivem Stachelzellkrebs zu erkranken ist bei Patienten mit aktinischen Keratosen sehr hoch. Langzeitbeobachtungen belegen, dass aktinische Keratosen die Hauptursache für die Entstehung von Stachelzellkrebs sind. Eine unbehandelte aktinische Keratose geht in 10% der Fälle, durchschnittlich nach 2 Jahren in ein Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs) über. Diese Form des hellen Hautkrebses kann lebensbedrohlich werden, da Plattenepithelkarzinome in die tiefer gelegenen Hautschichten vordringen und so auch Zugang zu Blutgefäßen erhalten, was eine Streuung (Metastasierung) dieser Kerbsart stark begünstigt.

 

Guido Maiwald

 

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